Fotos am 29.04.2017

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FOTOS

Zwischen 2006 und 2010 spielen FOTOS Konzerte in über 20 Ländern und veröffentlichen drei Alben, zuletzt in Eigenregie Porzellan. Danach folgen sechs Jahre Stille - und immer öfter werden die vier Bandmitglieder gefragt, ob es ihre Band überhaupt noch gibt. Wie ein Befreiungsschlag beantwortet nun ihr neues Album Kids diese Frage: Die Musik darauf klingt so lustvoll verspielt, facettenreich und energiegeladen, als wäre sie leichtfüßig aus dem Ärmel geschüttelt worden.„Das erste Lied entstand schon direkt nach Porzellan“, geht Sänger Tom Hessler auf den dennoch langwierigen Entstehungsprozess ein, „aber das letzte eben auch erst zwei Wochen vor Fertigstellung von Kids“. Im Nachhall des Vorgängers wird damals bei der Arbeit an neuem Material schnell klar, dass sich für ihn der Klangkosmos einer klassischen Band mit Gitarren, Bass und Schlagzeug mit den ersten drei - stilistisch sehr unterschiedlichen - Alben erschöpft hat. Ein neuer Ansatz muss gefunden werden, ein Weg, der den bisherigen Schreibprozess aufbricht, um die Begeisterung und Neugier für die eigene Musik neu zu entfachen.Er entwickelt den Plan, ein Instrumentarium zusammenzutragen, dass die Musiker wieder zu Anfängern am Instrument werden lässt. Die Band leiht sich Sambatrommeln von einer lokalen Trommelgruppe aus, stellt die Gitarren in die Ecke und experimentiert stattdessen mit Synthesizern, Samplern und einer Steeldrum. Es geht nicht mehr um Texte oder Songstrukturen, nur die Lust am ungewöhnlichen Klang und seiner Entstehung soll befriedigt werden.Aus losen Modular-Synthesizer-Jams entwickeln sich in einer einwöchigen Session im Studio von Bassist Frieder Weiß „Alles Offen“ und „Ozean“. „Ich wollte dabei textlich wie musikalisch den Bewusstseinszustand des Einschlafens oder nächtlichen Erwachens und einen damit einhergehenden luziden Traum festhalten“, erklärt Hessler. Die Texte des Albums sind Großteils in Écriture automatique entstanden und auch die Entstehung der Musik folgt jetzt der Idee: „Fehler ist King!“

Über zwei Jahre hinweg treffen sich die Musiker immer wieder für mehrtägige Sessions, vergraben sich auf dem Land und pendeln zwischen Hamburg und Berlin – doch nach und nach kommen Zweifel auf. „Uns war schon klar, dass aus diesem Sammelsurium aus Jams und Songfetzen irgendwann konkrete Lieder für ein Album werden müssen – aber auf keinen Fall sollte zeitlicher Druck dabei eine Rolle spielen“, beschreibt Gitarrist Deniz Erarslan diese Phase.Andere Projekte nehmen zunehmend Zeit in Anspruch: Die Musiker sind mit anderen Bands auf Tour, drehen Videos, produzieren Musik und schreiben Texte. „Irgendwann haben wir gemerkt, dass eineinhalb Jahre vergangen waren, in denen wir nichts mehr gemacht hatten“, erinnert sich Schlagzeuger Benedikt Schnermann, „und ein neues FOTOS-Album war überhaupt nicht abzusehen.“Den entscheidenden Impuls, die Platte fertigzustellen, gibt der Berliner Produzent Tobias Siebert beim gemeinsamen Kochen mit Tom Hessler. Begeistert von den Skizzen, lädt Siebert die Band zu einem Treffen in sein Studio ein, eine Vorauswahl wird getroffen und eine gemeinsame Studiophase vereinbart.Die daraus folgende zweiwöchige Session im Juni 2016 bringt zwar wenig Fertiges hervor, belebt aber die Entschlossenheit und den Mut der Band neu und gibt ihr das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.Der langjährige Wegbegleiter Keshav Purushotham (Timid Tiger, Keshavara) sowie André Hörnmeyer und Wolfgang Petrasch von der Band Golf werden eingeladen: Mit „Sterne zu Staub“ erfüllt sich Sänger Tom Hessler den lange gehegten Traum eines Features mit anderen Künstlern.Dieses reiht sich nach einer zweiten Studiophase mit Tobias Siebert im November nahtlos in den Stilmix des Albums ein, den die Band scherzhaft „Best of Music“ benennt. Das krautige „Niemand“ findet genauso Platz darauf, wie das Ambient- und Shoegaze-geprägte „Am Ende“, das ravige „Alles Offen“ oder die orchestrale 60ies-Ballade „Haut“. Das bewusst eklektische Album treibt die stilistische Sinnsuche der ersten drei FOTOS - Alben auf die Spitze und wirkt gerade durch den Verzicht auf eine einheitliche Vorgabe wie ihr bislang schlüssigstes Werk.Der Schnappschuss einer Freundin liefert das perfekte Coverfoto dazu: Zwei Brüder, die an einem sonnigen Tag im Park Grimassen schneiden – eine spielerische Geste, in der FOTOS die Musik ihres vierten Albums wiedererkennen: Pop soll das Abwegige wagen, sich nicht beschränken lassen. Und sich die kindliche Euphorie erhalten.


Kartenvorverkauf: 17,00 € (zzgl. Geb.)
Abendkasse: lt. Aushang
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Örtlicher Veranstaler: Prime Entertainment
Herwarthstr. 8, 50672 Köln
Tel.: +49 (0)221 2714180, E-Mail: info@prime-entertainment.de

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Musikkonzerte gelten nicht als Tanzveranstaltungen, daher gelten die zeitlichen Beschränkungen für Disco-Besuche hier nicht, in Ausnahmefällen kann es allerdings behördlich angeordnet werden. In diesen Fällen weisen wir gesondert darauf hin. Kinder sind Personen unter 14 Jahren, Jugendliche sind Personen zwischen 14 und 18 Jahren.
 Kinder dürfen Konzerte nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person besuchen.



Jugendliche dürfen Konzerte besuchen:
 

- ab 16 Jahren (bis 24 Uhr)
 mit Muttizettel (siehe Unter)

- unter 16 Jahren nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person 
mit jeweils gültiger Eintrittskarte (ausgenommen Jugendveranstaltungen mit Konzertende vor 22 Uhr)

Personensorgeberechtigte Personen sind Mutter und/oder Vater oder der Vormund.
Erziehungsbeauftragte Person kann jede volljährige Person (über 18 Jahre) sein, wenn sie im (schriftlichen) Einverständnis mit den Eltern Erziehungsaufgaben während der Veranstaltung wahrnimmt.

Den Vordruck zur Übertragung des Erziehungsauftrags während des Konzerts, den sogenannten „Muttizettel", gibt's hier zum Download.

 Erziehungsbeauftragung (Muttizettel)

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